Aloe vera

Ein Blog über die Heilkraft der Aloe vera Pflanze

ALOE VERA – DIE WAHRE ALOE

Man kennt weit über 300 verschiedene Arten der Aloe. Nur eine davon, die - “Aloe vera barbadensis miller” – weist einen herausragend hohen Anteil an aktiven Substanzen auf, zuvorderst das Polysaccharid Acemannan. Für einen qualitativ hochwertigen Saft verwendet man drei bis fünfjährige Blätter ausgewachsener Pflanzen.
Einige Aloe Arten erlangten in der Vergangenheit Bedeutung, wurden aber mit der Zeit von der “wahren Aloe” verdrängt.
Die afrikanische “Kap Aloe” (Aloe capensis), wurde hauptsächlich in Südafrika von holländischen Siedlern als Medizinalpflanze zur Herstellung von abführendem Aloepulver angebaut.
“Aloe chinensis” ist die in Asien gebräuchlichste Aloe Art, die in ihrer Wertigkeit nach Aloe Vera barbadensis genannt wird.
Mit “Aloe arborescens” forschte und arbeitete der russische Professor Wladimir Filatow. Mit “biostimulierter” Aloe erzielte der Augenarzt Erfolge in der Verbesserung der Sehkraft.
Alexander der Große bediente sich der “Aloe socotrina”, die zu jener Zeit berühmt und begehrt war und von Händlern in alle Welt verkauft wurde.
“Aloe ferox” wird vorwiegend in Japan als Nahrungsmittel roh oder gedünstet verzehrt oder als Saft getrunken.
Andere Arten wie: Mocha Aloe, Musambra Aloe, Uganda Aloe, Natal Aloe, Sansibar Aloe, Musambra Aloe sind wirtschaftlich von geringer Bedeutung, da auch sie von Aloe Vera verdrängt wurden.
“Aloe miloti” ist eine dekorative Aloe Art für die Fensterbank, die in Blumengeschäften angeboten wird.

Die Aloe Pflanze

Unter den Heilpflanzen gilt die Aloe Vera Pflanze als unbestrittene Königin. Bereits seit tausenden von Jahren greifen die Menschen auf diese Pflanze zurück. Vor allem bei Haut- und Brandverletzungen wie Sonnenbrand, bei Pilzbefall, Gastritis und eitrigen Geschwüren wusste man um die lindernden Eigenschaften der Aloe Vera Pflanze. Dementsprechend begegnen wir der Verehrung der Wirkung der Aloe Vera Pflanze in der Geschichtsschreibung verschiedenster Länder und verschiedenster Zeitalter.

Seit Jahrtausenden war im alten Ägypten das Aloe Vera Gel und der Saft dieser Pflanze bekannt dafür, Schönheit und Gesundheit hervor zu bringen. Es wurden Aufzeichnungen gefunden, in denen die große Verehrung, die der Aloe vera Pflanze durch die Ägypter widerfuhr, belegt ist.
Die Priester des Pharaos gaben ihr den Ehrennamen "Pflanze der Unsterblichkeit”. Am Fuß der Pyramiden wurden Aloe Vera Anpflanzungen angelegt, auch die Straßen zum Tal der Könige waren von Aloe Vera Pflanzen gesäumt, die dem Pharao auf seinem Weg ins Jenseits als Medizin und Wegzehrung dienen sollten.

Im hellenistischen Zeitalter ließ Alexander der Große einst seine entzündete Pfeilwunde von einem Priester mit Aloe Vera Öl behandeln, woraufhin eine Beschleunigung des Heilungsprozesses eingesetzt haben soll. Überzeugt von der wundersamen Wirkung dieser Pflanze ließ Alexander die Kriegsverletzungen seiner Soldaten mit Aloe Vera behandeln. Allein dieser Pflanze wegen soll Alexander die Insel Socotra im indischen Ozean erobert haben, die zu jener Zeit für ihre Aloe Vera Haine berühmt war. So standen Alexander genügend Ressourcen zur Aloe Vera Produktion zur Verfügung, um seinen verletzten Kriegern medizinische Versorgung gewährleisten zu können.

Auch die Römer profitierten von den Erfahrungen der Ägypter und Griechen über die lindernde und pflegende Wirkung der Aloe Vera. Unter Kaiser Nero, etwa um 50 nach Christus, lebte der Arzt und Naturforscher Dioskurides, der den ganzen Orient bereiste. In vielen Büchern legte er seine Arzneimittellehre in Form von Rezepten schriftlich nieder.

In der alttraditionellen indischen Heilkunst Ayurveda in Asien und Fernost gilt die Aloe Vera Pflanze seit je her bis in die heutige Zeit als Verjüngungsmittel. Auch im Christentum soll sie ein verwendetes Heilmittel gewesen sein. Im Johannes-Evangelium steht überliefert, dass Jesus Christus bei seiner Grablegung mit 100 Pfund (entspricht 32 Kilogramm) Aloe und Myrrhe einbalsamiert wurde. Im Islam dient die Aloe Vera nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als Glückssymbol.

Selbst Christoph Columbus hatte die Aloe Vera stets bei Entdeckungsreisen an Bord. Er führte Töpfe mit Aloe Vera Pflanzen auf seinen Schiffen, um mit dem Gel dieser Heilpflanze die Verletzungen seiner Schiffsbesatzung behandeln zu können.

Bereits in den 60ziger Jahren haben viele Firmen die feuchtigkeitsspenden und schützende Wirkstoffe der Aloe Vera in ihren kosmetischen Produkten verarbeitet. Doch der Durchbruch der Aloe Vera in Deutschland geschah durch Jürgen Fliege’s gleichnamige TV- Show. Auf Apotheken und Naturkostläden gab es darauffolgend wegen des Saftes der Heilpflanze großen Ansturm. Damals war man diesem enormen Konsum nicht gewachsen und die Regale waren innerhalb weniger Tage leer gekauft.

Aloe Vera bei Akne, unreiner Haut und Hautirritationen

Erfahrungsberichte zeigen, dass Aloe Vera Gel bei einer Vielzahl von Menschen zu einem deutlich verbesserten Hautbild bei Akne, unreiner Haut sowie bei Hautirritationen führt.

Hilfreich ist, die betroffenen Stellen mindestens zweimal pro Tag mit Aloe Vera Gel zu betupfen. Unterstützten Sie den Heilungsprozess mit dreimal täglich einem Esslöffel Aloe Vera Saft innerlich.

Tragen Sie zusätzlich ab und zu für eine Dauer von rund 15 Minuten eine Maske aus einem Esslöffel Aloe Vera Gel, zwei Teelöffel Honig und zwei Esslöffel Topfen (Quark) auf. Waschen Sie danach die Maske mit lauwarmem Wasser ab.

Bedenken Sie, dass Akne eine langwierige Erkrankung ist, die bei starker Ausprägung unbedingt in die Hände eines Arzt oder Therapeuten gehört.

Aloe vera und ätherische Öle

DIE BESTEN ÖLE

Anwendungsbereich (von A-Z) Öle
After-Sun Avellana, schwarzer Sesam
Allergien Schwarzkümmel
Beruhigend Klettensamen
Bindegewebsschwäche Avellana
Chemotherapiefolgen Avellana
Ekzeme Avocado, Calendula, schwarzer Sesam
Entzündliche Haut Avocado, Calendula, schwarzer Sesam
Faltenbildung Avellana
Glättend Mandel
Haarausfall Avellana
Heiße, überhitzte Haut Klettensamen
Juckreiz Klettensamen
Krampfadern Klettensamen
Kühlende Wirkung Klettensamen
Leberflecken Schwarzer Sesam
Lichtempfindliche Haut Avellana (Schutzfaktor 10-12)
Make-up-Entferner Avellana
Melaninausgleichend Schwarzer Sesam
Narben und Risse Avellana
Nervöse Haut Johanniskraut
Neurodermitis Klettensamen
Pigmentierungsstörungen Schwarzer Sesam
Rosacea (schuppende Rötung) Klettensamen
Schlaffe Haut nach Diät Avellana
Sommersprossen Schwarzer Sesam
Sonnenbrand Avellana
Sonnenschutz Avellana, Avocado, Sanddorn
Strapazierte Haut Avocado, Sanddorn, schwarzer Sesam
Trockene Haut Aprikosenkern, Jojoba, Rizinus
Überpigmentierung Avellana
Verbrennungen Avocado
Wechseljahre Klettensamen
Wimpernpflege Avellana

Aloe-vera-Saft

Auch wenn Sie anstelle eines Frischblatts Aloe-vera-Saft verwenden wollen, sollten Sie ohne Alkohol oder andere Konservierungsstoffe arbeiten. Sonst kann der Saft auf und unter Ihrer Haut mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. Und achten Sie wie bei der inneren Anwendung auf höchste Qualität (siehe Seite 50 f.).

Ätherische Öle

Ätherische Öle können die positive Wir­kung der Aloe vera Pflanze zwar noch bereichern, dennoch sollten Sie sie nur sparsam ein­setzen. In der Gesichtspflege sind sie sogar völlig tabu, da sie die Haut reizen können. Bei der Haar-, Körper- oder Fußpflege dürfen sie jedoch verwendet werden. In der unten stehenden Tabelle sehen Sie, welche Öle gut zu Ihrem Hauttyp passen. Verwenden Sie sie sparsam: Zwei bis drei Tropfen genügen.

Spagyrische Aloe-Essenz

Für ein Gesichtswasser benötigen Sie spagyrische Aloe-Essenz. Geben Sie vier Tropfen davon auf fünf Milliliter Wasser, das Sie nach der Behandlung mit den Fingern leicht in die Haut einklopfen.

Weitere Zutaten

Möchten Sie ein Peeling, eine Maske oder eine Körpermousse herstellen, benötigen Sie neben Aloe vera und Öl zusätzliche Wirk­stoffträger wie Heil- und Tonerde, Hima­lajasalz oder Avocado. Welche Zutaten Sie benötigen und wie Sie diese verarbeiten, erfahren Sie weiter unten.

Ätherische Öle

Normale oder Mischhaut Bergamotte, Geranie, Rose
Fettige Haut Bergamotte, Lavendel, Orange,
Rosmarin, Zitrone, Zypresse
Unreine Haut Hamamelis, Lavendel, Zitrone, Zypresse
Trockene Haut Geranie, Neroli, Rose, Rosenholz,
Sandelholz, Ylang-Ylang
Empfindliche Haut Geranie, Rose
Anspruchsvolle Haut Lindenblüte, Myrrhe, Neroli, Rose,
Weihrauch
Reife Haut Lavendel, Neroli, Weihrauch

Öl gegen Akne?

Auch wenn Sie fettige Haut haben oder unter Akne leiden, können Sie Öle anwenden. Der »Teufelskreis« bei der herkömmlichen Akne-Behandlung besteht oftmals sogar gerade darin, dass mit »scharfen« Mitteln wie Isopropylalkohol oder Antibiotika der Säureschutzmantel der Haut zerstört wird. Weil die Haut deswegen ungeschützt ist, beginnen die Fettzellen übermäßig viel Fett zu produzieren. Führen Sie der Haut hingegen natürliches und nährendes Fett zu, stellen die fett­produzierenden Drüsen ihre Tätig­keit ein und die Akne geht zurück.

1. Suchen Sie in obiger Tabelle das geeignete Öl. Avellanaöl ist zum Bei­spiel bei reifer Haut ein hervorragendes Anti-Falten-Mittel.

2. Geben Sie einige Tropfen des Öls auf Ihre Handinnenflächen und massieren Sie es behutsam auf die Gesichtshaut.

3. Anschließend reiben Sie mit dem Gel-Filet-Stück mehrmals kräftig über Ihr Ge­sicht und streichen das Gel dabei dick auf.

4. Nun machen Sie es sich bequem: Legen Sie sich entspannt und in eine Decke ge­kuschelt 20 Minuten aufs Sofa. Wenn Sie leicht frieren, gleicht ein Heizkissen im Rücken oder an den Füßen die Kühlung aus, die die Aloe-vera-Maske auf Ihrem Gesicht erzeugt. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Haut prickelt und leicht brennt, während die Maske einwirkt. Dies ist ein Hinweis auf die Aktivität der Aloe-Wirk­stoffe und vergeht. Auch leichte Rötungen sollten Sie nicht beunruhigen. Spätestens nach einer Stunde hat sich die Haut wieder beruhigt. Das Prickeln ist keine allergische Reaktion, sondern spiegelt die Lebendig­keit wider, mit der die Aloe vera Ihre Haut er­frischt. Wichtig: Die Maske muss nicht mit Wasser abgenommen werden, es sei denn, Sie verwenden Sanddorn- oder Hagebuttenöl, die stark färben.

5. Zum Abschluss verteilen Sie mit krei­senden Bewegungen noch einmal etwas Öl auf der Haut. Spüren Sie, wie empfäng­lich und durchlässig sie geworden ist und wie atmungsaktiv die Poren arbeiten.

Gastritis und Aloe Vera

Völlegefühl trotz Appetit, saures Aufstoßen nach dem Essen und beißende Magenschmerzen sind Anzeichen einer beginnenden Magenschleimhautentzündung, die fast jeder kennt. Gastritis ist eine typische Zivilisationskrank­heit, die sich erst mit den modernen Segnungen von Eis­maschinen und Mikrowelle epidemisch ausgebreitet hat. Es ist ebenso ungesund, fast noch kochende Speisen zu essen, wie Säfte mit Eiswürfeln aufzufüllen oder Bier im Eisfach zu kühlen. Der Magen hat keine Zeit, sich auf diese ihm fremden Temperaturen einzustellen, zumal zu heißes Es­sen nicht gekaut, sondern »geschlungen« und zu kalte Getränke nicht Schluck für Schluck genossen, sondern hinuntergestürzt werden. Schlecht, das heißt zu scharf gerösteter Kaffee, hoher Alkohol- und Nikotinkonsum sind ebenfalls Auslöser einer Magenschleimhautentzün­dung.

Zur akuten Behandlung wird jeweils 1 Teelöffel Aloe-Saft zu den Mahlzeiten, also Mal täglich empfohlen.

Aloe Vera Saft hilft!

Aloe Vera Saft besteht aus zahlreichen wichtigen Inhaltsstoffen wie etwa Vitaminen und Mineralstoffen, die fürs körpereigene Abwehrsystem nützlich sind, es aufbauen sowie verstärken. Im übrigen ist dieser Pflanzensaft vitalisierend wie auch dienlich fürs ganze Wohlergehen. Unter zuhilfenahme von Aloe Trinkgel haben Sie die Gelegenheit, Ihre komplette Ernährungsweise auf mühelose Art um rein pflanzliche Nährstoffe zu bereichern, welche einen essenziellen Beitrag zu Ihrem Wohlbehagen und ebenso Ihrer Wellness leisten werden.

Der Saft einer Aloe vera wird mittels Kompression, aus dem Inhalt der Blätter extrahiert und steht in diversen Ausformungen zu Verfügung. Entweder unvermischt, ohne sonstige Ingredienzen oder eben als Mixgetränk inklusive anderen Geschmacksträgern. Durch harmonisches Zusammenspiel aller Bestandteile kurbelt Aloe Saft, tagtäglich getrunken, das eigene Abwehrsystem an sowie stärkt solcherart auf natürliche Art die Abwehrkräfte. Das im Aloe vera Saft enthaltene Antrachinon wirkt auf den Magen-Darm-Trakt belebend und stimuliert den Zerfall von Schadstoffen sowie Schlacken im Körper, Woraus eine bessere gesundheitliche Verfassung folgt.
Einer der Hauptwirkstoffe ist ein langkettiges Zuckermolekül, das Mucopolysaccharid Acemannan, welches sich selbst in den Zellmembranen des Körpers einlagert und eben da Schutzfunktionen erfüllt.
Zudem in der Gesundheitslehre findet der Aloe Vera Saft Verwendung. Des öfteren wird der Aloe vera Saft zur Linderung von Hepatitis,Asthma oder ähnlichen Erkrankungen zur Anwendung gebracht, um antiinflammatorisch (entzündungshemmend) sowie zellregenerativ zu wirken und eben das körpereigenes Immunsystem zu animieren. Demnach sollte man ohne Ausnahme auf den puren Aloe Vera Saft zurückgreifen, denn bloß da sind alle wesentlichen Bestandteile drinnen.
Man kann das Trinkgel sodann optional zuhause mit anderen Substanzen (Getränke oder auch Joghurt) mixen. Die ungesättigten Fettsäuren eines Aloe Vera Saftes sind zudem sehr zu empfehlen bei Herzpatienten, da sie die Blutfettwerte herabsetzen helfen. Alles in allem ist Aloe Vera Saft besonders vorteilhaft bei Krankkeiten, die das Immun-System attackieren oder schwächen.
Der im Aloe vera Trinkgel enthaltene Nährstoffmix besitzt die Fähigkeit tief in das Gewebe einzuwirken und auch die Entwicklung von frischer Zellstruktur zu stimulieren.
Beim Erwerb eines Aloe Vera Saftes, bedeutungslos in welcher Gestalt, muss man permanent darauf aufpassen, dass dieser pasteurisiert und/oder konserviert wurde. Ohne diesen Vorgang wäre der Aloe vera Saft bloß zwei oder drei Tage haltbar. Zumeist werden Natriumbenzonat oder Zitronensäure zur Konservierung benutzt, die das Niveau wie Auswirkung des Aloe Vera Saftes keineswegs tangieren. Mit eben jenem Konservierungsverfahren treten Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Allergien, überhaupt nicht oder praktisch selten auf und sind darüber hinaus gut verträglich.

Die Geschichte der Aloe Vera Pflanze

50 n. Chr. verfasstee Plinius (»der Ältere«), der im Jahr 79 als Zuschauer beim Aus­bruch des Vesuv ums Leben kam, seine monumentale »Historia naturalis«, die erste enzyklopädische Naturge­schichte. Dieses einzige von ihm erhaltene Werk ist eine unerschöpfliche Fundgrube für unsere Kenntnis der anti­ken Wissenschaften und des Volksglaubens: Plinius hat einfach alles aufgeschrieben, was er, ob wahr oder unwahr, als Information irgendwo gefunden hat. Wegen seiner thematischen Weitläufigkeit gab es von diesem Werk viel benutzte Auszüge, so die »Medicina Plinii«, die als Selbst­hilfebuch für Reisende gedacht war. Man hat Plinius oft kritisiert, weil er unterschiedslos Aberglauben und wissen­schaftliche Erkenntnisse vermischt; ein schönes Beispiel dafür ist, was er über die Aloe vera Pflanze schreibt. Ich zitiere den Text ausführlich in der alten Übersetzung von 1855:

»Die Aloe hat Aehnlichkeit mit der Scilla, ist aber größer und hat saftigere, schräg gestreifte Blätter. Der Stengel derselben ist dünn, in der Mitte röthlich, dem des Anthe-rikon nicht unähnlich; die Wurzel ist einfach, wie ein Pfahl in die Erde gesenkt, stark von Geruch und herb von Geschmack. Die gerühmteste kommt aus India, aber sie wächst auch in Vorderasien; doch bedient man sich von dieser nur der frischen Blätter auf Wunden, welche sie, wie auch der Saft, wunderbar schnell schließt; daher pflanzt man sie auch in kreiselförmige Gefäße, wie das größere Aeizoon. Manche schneiden des Saftes wegen den Stengel vor der Reife des Samens an, Andre auch die Blätter; doch findet er sieh auch von selbst in dranhängenden Tropfen. Daher hält man es für nöthig den Ort, wo sie gepflanzt ist, zu täfeln, damit diese Tropfen nicht von der Erde aufge­saugt werden. Manche haben freilich erzählt, es werde in Judäa oberhalb Jerusalems ein mineralischer Stoff der Art gefunden, allein keine ist so schlecht, so dunkel oder so feucht. Die beste Sorte also ist fett und glänzend, braun-roth von Farbe, leicht zerreiblich, von der Dichtigkeit einer Leber und leicht löslich; verwerflich dagegen ist die dun­kelfarbige, harte und sandige und die, welche sich durch ihren Geschmack als mit Gummi oderAkakia versetzt zu erkennen giebt. Ihre Eigenschaften sind zu verdichten, zusammenzudrängen und sanft zu erwärmen, und sie wird vielfach angewendet, namentlich um Oeffnung zu verschaffen; dabei ist sie beinahe das einzige der dahin wirkenden Heilmittel, welches zugleich den Magen stärkt und ihn demnach nicht durch die entgegengesetzte Wir­kung angreift. Man trinkt davon eine Drachme;* bei Ma­genschwäche aber in zwei Cyathus lauen oder kalten Wassers löffelweise zwei oder dreimal des Tages in Zwi­schenräumen, wie es die Umstände erfordern. Zur Abfüh­rung nimmt man höchstens drei Drachmen mit um so größerer Wirkung, wenn man nach dem Einnehmen Etwas ißt. In herbem Wein hält sie das Ausfallen der Haare zurück, wenn man sich in der Sonne den Kopf gegen den Strich damit salbt. Kopffschmerzen stillt sie, wenn man sie in Essig und Rosenöl auf die Schläfe und die Stirn legt oder, wenn sie verdünnt ist, daraufgießt. Ausgemacht ist es, daß man alle Augenleiden damit heilt, namentlich das Jucken und den Ausschlag an den Augenlidern; deßgleichen fleckige und bleifarbig unterlaufene Stellen, wenn sie mit Honig aufgelegt wird, besonders mit Pontischem, fer­ner die Mandeldrüsen, das Zahnfleisch, alle Mund­geschwüre und Blutauswurf; ist dieser mäßig, so trinkt man eine Drachme in Wasser, wo nicht, in Essig. Auch das aus Wunden oder sonst woher fließende Blut stillt sie, theils allein, theils in Essig. Auch sonst ist sie auf Wunden sehr heilsam, indem sie dieselben schnell vernarbt. So sprengt man sie auch auf Vereiterungen der männlichen Zeugungsglieder, auf Teigwarzen und Risse am Gesäß theils mit Wein, theils mit Sekt, theils trocken für sich, je nachdem die Behandlung Milderung oder Beschränkung erfordert. Auch lindert sie sanft den allzu starken Hämorrhoidal-Fluß. Bei Ruhren giebt man sie als Klystier, und wenn die Verdauung der Speisen zu langsam vor sich geht, trinkt man sie nach der Mahlzeit in mäßigen Zwischen­räumen. In der Gelbsucht giebt man drei Obolus in Wasser. Man verschluckt auch, um die Eingeweide zu reinigen, Pillen davon mit ausgekochtem Honig oder Terebinthen-Harz. Sie heilt auch Fingergeschwüre.«

Bis auf den eigentümlichen Hinweis, dass man sich bei Haarausfall die Kopfhaut mit Aloe gegen den Strich sal­ben soll und dies ausdrücklich in der Sonne, sind diese Rezepte durchaus nachvollziehbar und beschreiben das breite Spektrum der Pflanze.

Bis zum Beginn der modernen Naturwissenschaften re­präsentieren die Aufzeichnungen von Dioskorides und Plinius den Stand des botanischen und medizinischen Wis­sens. Deshalb findet man ihre Erkenntnisse, oft in wörtli­cher Formulierung, auch in den frühen Kräuterbüchern wieder, die nach 1500 erschienen und zum Gebrauch für Ärzte bestimmt waren. Die Berufung auf die Autorität eines berühmten Vorgängers reichte damals aus, um die Wirkung eines Medikaments zu beglaubigen. Erst in der Neuzeit wurde die Überprüfung durch eigene Erfahrungs­werte eingeführt. Obwohl also auch die Kräuterbücher noch stark mit überlieferten mythologischen und magi­schen Vorstellungen durchsetzt sind, ist es doch erstaun­lich, wie präzise schon damals eine Heilpflanze wie die Aloe vera beschrieben werden konnte. Und manche Vorschrift, die dem aufgeklärten Zeitgenossen der Moderne als ma­gisches Ritual erscheint, erweist sich auf den zweiten Blick als durchaus sinnvolles Rezept. Wenn Plinius nämlich sagt, man solle gegen Haarausfall den Aloe-Saft mit Wein und bei Sonneneinstrahlung in die Kopfhaut einmassieren, hat er recht: Der Alkohol und die Sonnenwärme öffnen die Poren zur besseren Wirksamkeit der Prozedur.
Vollkommen unabhängig von der europäischen Über­lieferung seit der Antike existierte die Kenntnis der heil­kräftigen Aloe-Pflanze bei den Ureinwohnern Nord- und Südamerikas, den Indianern. In Europa haben wir davon erst durch die weißen Siedler erfahren, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts die Indianergebiete eroberten. Da zu Beginn der großen Einwanderungswellen die Indianer den fremden Siedlern noch freundlich gesonnen waren, ließen sie sie auch im Bedarfsfall an ihren medizinischen Kennt­nissen teilhaben. Viele Familien haben damals nur durch die Nothilfe der Indianer überlebt; Frauen und Kinder wurden durch indianische Heilkünste gerettet, und sie berichteten über diese Erfahrungen in ihren Briefen für die daheim gebliebenen Verwandten.
Da sich unter den weißen Siedlern auch Apotheker und Ärzte befanden, machten sich einige von ihnen detaillierte Aufzeichnungen für die eigene Praxis. Sie hatten sehr rasch gemerkt, dass die mitgebrachten Pillen und Tinktu­ren nicht lange reichten und der Nachschub im »Wilden Westen« nicht so problemlos wie erwartet funktionierte. Um zu überleben, waren die Einwanderer zunächst auf die medizinischen Kenntnisse der Ureinwohner angewiesen, die sie dann so brutal vertreiben würden.
Es ist aber auch überliefert, dass einzelne Stämme nach den schlechten Erfahrungen, die andere mit den weißen Siedlern gemacht hatten, ihre Geheimrezepte für sich behielten. So verheimlichten die Creeks jahrzehntelang, wieso sie nicht von Moskitos gestochen wurden: Sie rieben sich mit verdünntem Saft der Aloe vera Pflanze ein.

Aloe vera für die Haut

Die Haut ist eines der wichtigsten Organe bei uns Menschen. Sie versorgt uns mit einem Schutzmantel vor dem Eindringen von Krankheiten und tödlichen Erregern. Die Haut ist auch eine Art Stimmungsbarometer, denn anhand der Haut kann man oft erkennen, wie gesund die Psyche ist. Hautkrankheiten wie Neurodermitis haben meist einen psychischen Hintergrund und bricht dann aus, um dem Menschen zu signalisieren, dass etwas nicht in Ordnung ist und dass es an der Zeit ist, sich um sich selbst und seinen Körper zu kümmern. Aloe vera Gel ist gerade bei Hautkrankheiten geeignet, den Körper innerlich und äußerlich mit Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen. Auch ein frisches Aloe-Blatt können Sie in Scheiben auf die Haut auftragen oder Sie verzehren dass geleeartige Innere. Man kann das Gel der Aloe vera Pflanze gegen Abszesse, Akne, Fußpilz, Neurodermitis, Herpes, Ekzemen, Schuppen sowie für schlecht heilende Wunden, Prellungen, Hämatome, Haarausfall oder Sonnenbrand verwenden. Manche verwenden dieses Wundermittel auch gegen Gicht, Rheuma, Arthritis oder Parodontitis. Aloe vera Gel schmeckt gut und ist sehr bekömmlich. Die wilde Art dieser Pflanze unterliegt dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Zum Glück gibt es viele Nachzüchtungen, deren Erträge sehr ergiebig sind. Die Haltung solch einer Pflanze ist kinderleicht. Die Aloe vera Pflanze braucht vor allem Licht, Wärme und wenig Wasser. Wenn Sie sich eine Aloe Pflanze kaufen, dann werden Sie lange Jahre viel Freude daran haben und jede Menge Ableger Ihr eigen nennen können. Solch ein Ableger eignet sich auch sehr gut als gesunde Geschenkalternative für Freunde und Familienangehörige. Die Produkte finden Sie in Reformhäusern und im Internet. Sie werden begeistert sein von der Vielfalt, die sich Ihnen bieten wird.